BEIJING (Dow Jones)--Der Gouverneur der People's Bank of China, Zhou Xiaochuan, hat Hinweise auf eine mögliche Abkehr vom aktuellen Wechselkursregime gegeben, ohne jedoch einen Zeitpunkt zu nennen. "Wir schließen nicht aus, dass wir in bestimmten Perioden, wie der Asien-Krise oder der gegenwärtigen Finanzkrise, weiterhin eine spezielle Politik, darunter einen speziellen Wechselkursmechanismus befolgen", sagte Zhou beim Volkskongress in Beijing.
"Früher oder später werden wir diese Politik aufgeben", sagte Zhou auch, aber fügte hinzu, die Regierung müsse hierbei sehr vorsichtig zu Werke gehen. Es bestünden weiterhin Unsicherheiten und unvorhergesehene Probleme könnten überall in der Welt auftauchen. Zugleich wiederholte Zhou die zentrale Aussage, dass die Regierung den Yuan-Wechselkurs grundsätzlich stabil halten werde. Zhous Stellvertreter Su Ning sagte am Rande einer Konferenz, China werde mit dem internationalen Druck zu einer Aufwertung des Yuan auf seine Weise und nach seinen Regeln umgehen.
An den Finanzmärkten gibt es schon einige Zeit Spekulationen über eine Aufwertung des Yuan. Tom Orlik, Volkswirt bei Stone & McCarthy Research Associates, sagte, aus seiner Sicht deuteten Zhous Worte eher auf eine Verschiebung der Aufwertung hin. Er verwies auch darauf, dass besonders führende Politiker immer wieder die Notwendigkeit der Dollar-Bindung des Yuan betont hätten.
NfA/9.3.2010
